ANGEHÖRIG UND EINSAM – WAS HILFT?

Psychische Krisen machen einsam – nicht nur Betroffene selbst, sondern auch Angehörige und Freund:innen fühlen sich mit dem Auftreten einer psychischen Krise oft alleine gelassen und isoliert. HPE wirkt der Einsamkeit von Angehörigen entgegen. Wie? Das erfährst du in diesem Blogbeitrag.

HPE – Hilfe für Angehörige psychisch erkrankter Menschen wirkt der Einsamkeit von Angehörigen entgegen: mit Gruppenangeboten, Beratung und einem offenen Ohr.

Psychische Krisen machen einsam 

Nicht nur Betroffene von psychischen Erkrankungen selbst, sondern auch deren Angehörigen und Freund:innen fühlen sich mit dem Auftreten der psychischen Krise oft alleine gelassen, einsam und isoliert. Viele Betroffene und Angehörige erleben Scham- und Schuldgefühle und ziehen sich zurück – aus Angst vor Stigmatisierung und aufgrund der oft überwältigenden Herausforderungen. 

Angehörige leisten systemrelevante, ungesehene Arbeit

Laut der von Expert:innen erstellten aktuellen S3-Leitlinie zu Schizophrenie (Version 2025) senkt die Einbeziehung von Angehörigen durch Psychoedukation von Familien das Rückfallrisiko von Menschen mit Schizophrenie innerhalb eines Jahres deutlich (signifikant, basierend auf einer Netzwerk-Metaanalyse mit 72 Studien und über 10.000 Teilnehmenden; Bighelli et al., 2021, The Lancet Psychiatry).

Angehörige, die sich nicht länger allein mit ihrer Situation fühlen und hilfreiche Unterstützung erhalten, können Betroffene besser motivieren, Hilfe und Therapie in Anspruch zu nehmen. So können Angehörige besser dabei begleiten, wichtige Schritte in ein selbstbestimmtes Leben zu gehen. Diese Aufgabe ist für viele Angehörige belastend, hilft aber dabei, das Gesundheits- und Sozialsystem zu entlasten. Umso wichtiger ist es, dass Angehörige selbst schnell persönliche und wirksame Unterstützung erhalten. 

Angebote, die der Einsamkeit entgegenwirken, sind ein zentraler Bestandteil der Arbeit von HPE: 

  • Selbsthilfegruppen in allen Bundesländern helfen Angehörigen, sich weniger allein und ohne viel Erklärung verstanden zu fühlen.
  • Beratung unterstützt Angehörige mit wertvollen Informationen sich im psychosozialen System zurechtzufinden.
  • Das Offene Ohr bietet zweimal wöchentlich die Gelegenheit, mit einem oder einer erfahrenen Angehörigen zu telefonieren.
  • Vernetzung bei Infoabenden oder anderen Treffen mit anderen Angehörigen macht sichtbar, dass viele andere ähnliche Herausforderungen haben.

HPE und der Yellow September 

Der Yellow September ist der Aktionsmonat für psychosoziale Gesundheit in Österreich. Er verbindet den Welttag der Suizidprävention am 10. September mit dem Welttag der psychischen Gesundheit am 10. Oktober. Organisationen und Initiativen machen in diesem Zeitraum Aktionen, Angebote und Informationen sichtbar.. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt des Monats auf dem Thema Einsamkeit, unter dem Motto: Gemeinsam geht mehr! https://yellowseptember.at/ 

HPE unterstützt die Initiative und lenkt mit dem Newsletter-Magazin inKONTAKT am 10. September und der am selben Tag erscheinenden Folge des Podcasts „Angehörigsein“ mit Expertin und Mitinitiatorin der Plattform gegen Einsamkeit, Dr. Karin Gutiérrez-Lobos, den Blick auf die Angehörigen: Niemand soll sich mit diesen Herausforderungen alleine fühlen. 

www.hpe.at/de/mediencenter/newsletter-magazin 
www.hpe.at/de/mediencenter/podcast 

Gemeinsam geht mehr! – HPE braucht finanzielle Absicherung

Das Motto des diesjährigen Yellow September „Gemeinsam geht mehr!“ trifft auch auf die finanzielle Situation von HPE zu: Denn um Angehörige von psychisch erkrankten Menschen auch in den kommenden Jahren zuverlässig und wertvoll unterstützen zu können, muss HPE finanziell abgesichert werden: aus Mitteln der öffentlichen Hand, durch Mitgliedschaften und Spenden. https://www.hpe.at/de/ueber-hpe/jetzt-spenden/ 

 

 

*Yellow-September-Banner adaptiert nach dem isländischen Projekt "Gulur September" (mit freundlicher Genehmigung), Schleife erstellt vom GÖG-Team, KI-gestützt (Copilot)