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28. Februar 2020

Unsicher, ob und wie Sie über die psychische Erkrankung Ihres Kindes sprechen möchten?

Eltern psychisch erkrankter Kinder haben neben der Sorge um ihr Kind oft mit Stigmatisierung  und Scham zu kämpfen („Du hast etwas in der Erziehung falsch gemacht, deshalb ist Dein Kind erkrankt“).

Daher stehen Eltern psychisch erkrankter Kinder häufig vor der schwierigen Entscheidung, die Erkrankung ihres Kindes anderen gegenüber offenzulegen oder nicht. Offenlegung und Nicht-Offenlegung können jeweils Chancen und Risiken für Eltern und ihre Kinder mit sich bringen.


Eine Arbeitsgruppe der Universität Ulm will Betroffene im Rahmen der Studie „Ins Gespräch kommen“ mit einem Gruppenprogramm bei ihrer Entscheidung und deren Umsetzung unterstützen. Das Programm besteht aus fünf Online-Gruppentreffen und wird geleitet von zwei Eltern mit eigenen psychisch erkrankten Kindern. Die Gruppentreffen finden online auf einer geschützten Plattform statt, d.h. kein Unbefugter kann teilnehmen oder mithören. Zudem können die Teilnehmer selbst entscheiden, ob die anderen Teilnehmer sie sehen oder nur hören können.


Ziel des Gruppenprogramms ist nicht, dass Betroffene ihre Erfahrungen auf jeden Fall offenlegen, sondern dass sie, je nach Situation, die für sie und ihr Kind richtige Entscheidung für oder gegen die Offenlegung der psychischen Erkrankung ihres Kindes treffen können – ohne dass Schamgefühle diese Entscheidung beeinflussen.


Die Arbeitsgruppe sucht aktuell Eltern, die an der Studie und am Programm teilnehmen möchten. Diese sollten ein oder mehrere Kinder im Alter zwischen 6 und 17 Jahren mit einer psychischen Erkrankung haben.


Kontakt: Interessenten melden sich unverbindlich unter Telefon (+49) 0731 500-62303 oder per Mail unter insel-studie@uni-ulm.de. Hier steht Ihnen die Mitarbeiterin Lea Mayer als Ansprechpartnerin für Informationen und Fragen zur Verfügung.
Weiter Informationen zur Studie finden Sie auch auf der Website der Uniklinik Ulm.

 

 

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