HPE-Logo
Bundesland wählen: map
A|A|A

Positionen / Stellungnahmen


1. Soziale Absicherung gegen Armut

Psychisch erkrankte Menschen können häufig nicht für ihren (ggf. auch ihrer Familien) Lebensunterhalt sorgen. Armut und sogar Obdachlosigkeit sind drohende Begleiter. Umgekehrt kann Armut mit Existenzängsten oder sozialer Ausgrenzung einhergehen und das Entstehen oder Verstärken einer psychischen Erkrankung begünstigen. In Österreich leben zwei von drei chronisch psychisch kranken Menschen unter der Armutsgrenze.

Armut und psychische Erkrankungen sind noch immer mit einem großen Stigma behaftet. Personen, die sowohl psychisch krank als auch von Armut betroffen sind, erleben daher eine doppelte Belastung.     weiterlesen>>

2. Aufsuchende Hilfe

Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen sind in akuten oder chronischen Krankheitsphasen oft nicht in der Lage, zentrale Anforderungen ihres Lebens zu bewältigen. Dazu zählen Ernährung, Hygiene, Tagesstrukturierung, Einnahme von Medikamenten, Inanspruchnahme von Unterstützungsangeboten, Aufrechterhaltung sozialer Kontakte und anderes.

Aufgrund der Krankheitssymptomatik (bzw. ihrer psychischen Beeinträchtigung) ist es Erkrankten jedoch häufig nicht möglich, für diese Lebensbereiche Hilfe zu suchen oder auch im Angebot vorhandene Hilfen zu akzeptieren.
Damit bestehen für eine große Anzahl von Menschen (mit psychischer Behinderung) Barrieren, die gegen geltende Gesetze und die UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen verstoßen.     weiterlesen>>

3. Behandlungsbereitschaft

Viele Angehörige sorgen sich um Menschen, die psychisch erkrankt und dadurch in ihrer Lebensführung eingeschränkt sind, aber Hilfe und Therapieangebote ablehnen. Angehörige versuchen zu helfen (Begleitung, Betreuung, Finanzielles) und Kontakt zu Hilfseinrichtungen herzustellen, werden in ihren Bemühungen aber meist alleine gelassen.

Bestehende psychosoziale Angebote setzen hohe Motivation und Bereitschaft des Betroffenen voraus, sich in institutionell vorgegebene Strukturen einzufügen. Diese Bereitschaft ist aber oft krankheitsbedingt nicht gegeben. Viele der derzeitigen Angebote sind für psychisch erkrankte Menschen nicht im Sinne der UN-Konvention barrierefrei, da sie diese auf Grund ihrer Behinderung nicht entsprechend nutzen können!     weiterlesen>>

4. Übergänge und Schnittstellen

Menschen mit psychischen Erkrankungen benötigen meist eine Vielzahl von unterschiedlichen therapeutischen und unterstützenden Maßnahmen, die sich ergänzen und wechselseitig verstärken sollen.

In Österreich werden diese verschiedenen Angebote (psychiatrische Behandlung, Psychotherapie, medizinische Behandlung, Wohnbetreuung, sozialrechtliche Absicherung, Tagesstruktur, Rehabilitation, …) nicht von einer Person oder einer Einrichtung angeboten, sondern verschiedenste Institutionen mit unterschiedlichen Konzepten und Finanzierungssystemen übernehmen diese Aufgaben.

Für die einzelne Person bedeutet dies, dass der eigene Bedarf in einzelne Bereiche (inhaltlich, räumlich, zeitlich) aufgeteilt werden muss. Manche Angebote sind leichter und schneller verfügbar, für andere sind größere Hürden und Wartezeiten vorgeschaltet.     weiterlesen>>

5. Psychosoziale Versorgung psychisch Erkrankter

Eine gute psychosoziale Versorgung kann die Lebens-Qualität und Lebens-Chancen von Menschen mit psychischen Erkrankungen und deren familiärem Umfeld maßgeblich verbessern. Umgekehrt können Versorgungsmängel im schlimmsten Fall zu einer Existenzbedrohung führen.     weiterlesen>>