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5. Mai 2020 - Vorarlberg

Stillstand und Zukunftspläne

Intensiv, interessant und zugleich noch suchend und fragend. So erlebten wir die ersten vier Monate unserer Arbeit als neue und alte Vorstandsmitglieder in Vorarlberg.

Suchend und fragend...

... weil wir wussten, dass wir die Arbeit der „alten“ Vorstandsmitglieder nicht 1:1 weiterführen konnten. Suchend auch, weil junge Menschen im Verein und natürlich in der Arbeit gewünscht sind. Doch wie finden wir sie? Fragend, weil wir noch nicht genau wussten, wie wir die diversen Arbeiten aufteilen würden. So war es schön, dass Ehrentraud Hagleitner, Maria Winder und Rita Anzinger bereit waren, die Selbsthilfegruppen bis zum Sommer 2020 weiter zu führen. Das gab uns „Neuen“ Zeit und Möglichkeit zur Einarbeitung.

 

Intensiv und interessant

weil viele Arbeitsgruppen zu besuchen und neue Menschen aus diesen Gruppen kennengelernt wurden. Weil es zu fragen galt: „Wo sind wir wichtig? Was können wir jetzt beitragen? Und wie können wir es beitragen?“

Ein, mit den “Erfahrenen“ und einer Ärztin geplanter moderierter Trialog und die Planung einer weiteren Seminarreihe machten Freude, Hoffnung und Mut. Als ich die letzten Plakate im Krankenhaus abgab, meinte der Pflegedienstleiter, sie hätten schon alle Termine abgesagt. Ich war noch ganz verblüfft und meinte: „Na ja, aber das Leben geht weiter und vielleicht ist es jetzt schon eine gute Werbung für danach.“ Nächsten Tag kam das „Aus“ für alle Veranstaltungen. Stillstand für einige Wochen.

Unterschiedliche Erlebnisse und Erzählungen

Die Erlebnisse und Erzählungen in dieser Zeit reichen von „Super, endlich Ruhe. Endlich Zeit für mich. Endlich nicht mehr dieser Druck“ bis zu „Katastrophe, keine Betreuung. Kein Arzt. Keine Hilfe. Das schaff ich nicht.“ Für mich war es interessant, alle diese Realitäten zu hören. Mit den Menschen für einen Moment im gleichen Boot zu sitzen. Nicht zu wissen, wie es weitergeht.

Inzwischen geht es weiter.

Die Lockerung der „Kontakt-Sperre“ ist in vollem Gang. Die nächste Vorstandssitzung geplant und Projekte für den Herbst angedacht. Speziell bei uns gab es wenig Anfragen, wenig Telefonate, wenig Hilferufe. Zugleich hörte ich von einigen Seiten, dass die Zeitschrift „KONTAKT“ Hilfe war. Für mich war diese Zeit hilfreich, weil ich einerseits so manche schöne Momente mit den Vorstandsmitgliedern hier in Vorarlberg erlebte und andererseits das Netz von HPE österreichweit schätzen lernte und dankbar bin, dass die Arbeit in unterschiedlicher Weise in allen Bundesländern vertreten ist.

In der Hoffnung auch junge Menschen zu erreichen und für HPE zu gewinnen, freue ich mich auf die weitere Arbeit.

Ulrike Längle, Vorsitzende HPE-Vorarlberg

 

 

 

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