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19. Dezember 2016 - Tirol

Gruppenpsychotherapie für Erwachsene

Ein neues psychotherapeutisches Angebot setzt für Tirol einen notwendigen Impuls.

Die Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK) baut gemeinsam mit der Gesellschaft für psychotherapeutische Versorgung Tirols (Ges. f. P.V.T.) und dem Tiroler Landesverband für Psychotherapie (TLP) das Behandlungsangebot im Bereich der Psychotherapie weiter aus. Mit einem Kostenaufwand von mehr als 2 Millionen Euro können in den nächsten Jahren zusätzliche Plätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen geschaffen werden.

Mehr Therapieangebot nach stationärem Aufenthalt

Gerade nach einem stationären Aufenthalt in einer Klinik oder einer Reha-Einrichtung benötigen Patienten und Patientinnen eine Anlaufstelle und einen möglichst niederschwelligen Zugang zu einem passenden Therapieangebot, um eine nahtlose therapeutische Versorgung ohne lange Wartezeiten zu gewährleisten, auch um mögliche „Drehtüreffekte“ zu vermeiden. In den Kliniken sind meist die Kapazitäten für Gruppentherapie ausgeschöpft. Daher ist es wichtig, im niedergelassenen Bereich und abseits der Krankenhäuser brauchbare Angebote für Gruppenpsychotherapie zu schaffen.

Kostenlose psychosoziale Beratung

Sowohl in Innsbruck als auch in den Bezirken werden zunächst in einer Anfangsphase für 130 Personen Gruppentherapien angeboten. Im kommenden Jahr sollen in einem Pilotprojekt weitere Psychotherapiegruppen mit unterschiedlichen Gruppengrößen erprobt werden. In den Servicestellen der TGKK in Imst, Lienz, Reutte, Schwaz und Wörgl und bei der Gesellschaft für psychotherapeutische Versorgung Tirols in Innsbruck gibt es kostenlose psychosoziale Beratung. Terminvereinbarungen in den TGKK-Beratungsstellen sind von Montag bis Freitag zwischen 10:00 und 12:00 Uhr möglich über die Telefonhotline 0664 1991991 oder in Innsbruck unter 0512 565958 (Ges. f. P.V.T.) In Tirol werden somit weitere wichtige Impulse gesetzt, um die Psychiatriereform wieder in Schwung zu bringen, wie das nach einer HPE-Petition an den Tiroler Landtag auf einer im Jahr 2014 durchgeführten Enquete des Landes gefordert wurde.

Norbert Erlacher, HPE Tirol

Quelle: g`sund –das Gesundheitsmagazin der Tiroler Gebietskrankenkasse, Ausgabe 13  Winter 2016

 

 

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