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5. Mai 2016 - Salzburg

30 Jahre AhA! Salzburg

Feier Aha

Festveranstaltung im Rahmen der HPE Tagung in Salzburg

Der Verein AhA! - Angehörige helfen Angehörigen psychisch erkrankter Menschen, ist im Bundesland Salzburg eine anerkannte Institution. Am 29.April 2016 feierte AhA im Rahmen der  Angehörigentagung sein 30jähriges Jubiläum mit einer anregenden Feierstunde, einem gemeinsamen Festessen mit den geladenen Gästen und den TeilnehmerInnen der HPE Jahrestagung. Die Wertschätzung von AhA dokumentierte auch die Anwesenheit namhafter Vertreter des Landes, der Landesregierung und der Stadt Salzburg. Ebenso war die Leitung der stationären Psychiatrie geschlossen gekommen, um AhA zu seiner erfolgreichen Arbeit zu gratulieren. Für HPE gratulierte der Vorsitzende Norbert Erlacher. Auch Netzwerkpartner, Weggefährten und Freunde fanden sich zahlreich ein.

„Abenteuer, angehörig zu sein“

Die Vorsitzende der AhA! Salzburg, Sigrid Steffen sprach in ihrer Festrede über das „Abenteuer, angehörig zu sein“. Das Jubiläumsmotto bezieht sich auf „Don Quijote“ den berühmten Romanhelden des spanischen Dichters Cervantes, dessen 400. Todestag heuer gefeiert wird. „Was ist Wirklichkeit? Was ist Traum?“ sind zentrale Fragen im Roman Don Quijote und Sigrid Steffen meinte, „dass die Wirklichkeit der psychiatrischen Versorgung noch immer ein Abenteuer ist. Wir Angehörige träumen von einem Ideal, das wir zu kennen glauben. Dieser Traum blieb bisher ein Wunschtraum.“ Bei ihrem Blick in die Zukunft und die dort zu lösenden Aufgaben erwähnt sie folgende Themen, für die es zu kämpfen lohnt:

  • für eine moderne integrierte psychiatrische und psychosoziale Versorgung in Salzburg;
  • für eine seit vielen Jahren geforderte flächendeckende, aufsuchende Hilfe in schweren psychiatrischen Krisen;
  • für die notwendige Unterstützung für psychisch kranke Kinder und Jugendliche und für Kinder psychisch kranker Eltern;
  • für nachhaltige Präventionsangebote, damit sich psychisch Krankheiten erst gar nicht manifestieren;
  • und gegen das Stigma, wo nach wie vor die Medien psychisch kranke Menschen immer wieder sehr einseitig in die Täterrolle drängen.

Angehörige wollen ihr psychisch krankes Familienmitglied gut unterstützen, aber gleichzeitig ein eigenes, erfülltes Leben führen, das nicht nur der Krankheit gewidmet und von ihr überschattet ist. Dabei hilft den Angehörigen auch in den nächsten Jahren AhA! in Salzburg.

D.S.

 

 

 

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