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1. Dezember 2017 - Tirol

Festsymposium 25 Jahre HPE Tirol

Wolfram Pircher

Sigrid Steffen

Dr. Hartmann Hinterhuber

Der Verein „Hilfe für Angehörige Psychisch Erkrankter“ (HPE) ermutigt und bestärkt seit 25 Jahren Angehörige, versorgt sie mit Information und Bildung, versteht sich auch als Interessenvertretung gegenüber dem Gesundheits- und Sozialsystem und gegenüber der Politik.

Wer ist ver-rückt?

Anlässlich des 25jährigen Bestehens des Vereins in Tirol fand am 11. November im Haus der Begegnung in Innsbruck ein Festsymposium zum Thema „Wer ist ver-rückt?“ statt. Es stand unter dem Ehrenschutz von Landeshauptmann Günther Platter, des Landesrates für Gesundheit Dipl-Ing. Dr. Bernhard Tilg sowie der Landesrätin für Soziales Dr.in Christine Baur und der Bürgermeisterin der Stadt Innsbruck Mag.a Christine Oppitz-Plörer. Gefördert wurde die Veranstaltung vom Land Tirol und von der Stadt Innsbruck sowie durch freiwillige Spenden der Gäste.

Referenten waren der bekannte TV-Moderator und Buchautor Mag. Wolfram Pirchner, der Präsident von „pro mente tirol“ Univ. Prof. Dr. Hartmann Hinterhuber sowie Gründungsmitglied und langjährige Vorsitzende der HPE Elfriede Schatz und der derzeitige Vorsitzende der HPE Mag. Norbert Erlacher.

Zum Thema „Wer ist ver-rückt? Was ist not-wendig?“ fand ein trialogisches Podiumsgespräch statt, an dem sich Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige, Profis aus der Sozialpsychiatrie und Referenten beteiligten. Der Einladung folgten über 100 Interessierte, zahlreiche Mitglieder der HPE, Kooperationspartner/innen, Mitarbeiter/innen der psychosozialen Vereine, Politiker und Fachleute aus dem Gesundheits- und Sozialwesen. Gratulation und Grußworte an den Verein und die feiernde Gemeinschaft richteten Frau Landtagsabgeordnete Dr.in Gabriele Fischer, Frau Gemeinderätin Dr.in Renate Krammer-Stark, Herr Dr. Arno Melitopulos, Direktor der Tiroler Gebietskrankenkasse, Herr Dr. Karl Stieg, Psychiatriekoordinator des Landes Tirol und Frau Sigrid Steffen, stellvertretende Vorsitzende der HPE Österreich.

Musikalische Gestaltung durch das Ensemble „T-bone

Das Festsymposium wurde einfühlsam und professionell von Walter Reiss moderiert. Am Ende überreichte Obmann Norbert Erlacher kleine Erinnerungsgeschenke allen aktiv Beteiligten, die durch Referate oder Teilnahme am Podiumsgespräch, durch Mitarbeit im Vereinsvorstand oder in der Moderation der Selbsthilfegruppen wie auch in der Beratung von Angehörigen ihr Engagement für die HPE und für dieses Symposium bewiesen haben. Für die feierliche musikalische Gestaltung sorgte das Ensemble „T-bone“ der Musikschule Innsbruck. Den festlichen Rahmen besorgte das Haus der Begegnung mit herbstlichem Blumenschmuck und kulinarischen Leckerbissen in der Pause und zum Ausklang.

Fotoausstellung zum Thema Suizid

Am Rande der Festveranstaltung war im Foyer eine spezielle Foto-Ausstellung der Fotografin Bettina Danzl mit Texten von Regina Seibl zu sehen zum Thema „Hinterbliebene nach Suizid – Raum für ein Tabu“.

Stolz auf Vergangenes, mit Elan in die Zukunft

Der Rückblick auf 25 Jahre zeigte eine engagierte Vereinstätigkeit mit großem Interesse an Vernetzung und Kooperation, Gelungenes und Zukunftweisendes, aber auch einige „Dauerbaustellen“ an denen noch viel zu tun bleiben wird. Die Tiroler HPE kann stolz auf ihre unbestrittenen Leistungen in der Vergangenheit zurückblicken und mit Elan in die Zukunft schreiten, braucht dazu aber unbedingt weiter Idealismus, Interesse, Kooperationsbereitschaft und Durchhaltekraft – Mitglieder, die sich im Verein engagieren und an den vielfältigen Aufgaben aktiv beteiligen, wie auch Unterstützung von öffentlicher Hand und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit und von allen, die sich in den verschiedenen Gesundheits- und Sozialsystemen engagieren.

Mag. Norbert Erlacher, Vorsitzender HPE Tirol

 

 

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