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Ursachen psychischer Erkrankungen

Grundsätzlich kann jeder Mensch psychisch erkranken. Psychische Erkrankungen* sind sehr komplex, es gibt nie nur eine einzige Ursache für die Erkrankung.

bio-psycho-soziales Modell

Bei der Entstehung einer psychischen Erkrankung wirken biologische, psychologische und soziale Faktoren zusammen.

Puzzlesteine mit Beschriftung

Größere Verletzbarkeit

Manche Menschen sind im psychischen Bereich dünnhäutiger als andere. Ihre Verletzbarkeit (=Vulnerabilität) ist höher als bei anderen Menschen. Das bedeutet sie reagieren empfindsamer auf belastende Ereignisse und Stressfaktoren und werden durch Veränderungen leichter aus der Bahn geworfen als andere Menschen.

Biologische Faktoren

Biologischer Ausdruck einer psychischen Erkrankung ist ein Ungleichgewicht der verschiedenen Botenstoffe (Neurotransmitter) im Gehirn. Diese Botenstoffe sind wesentlich für die Weiterleitung und Verarbeitung von Informationen (zB Reizen, Sinneseindrücken) verantwortlich. Psychopharmaka versuchen dieses Ungleichgewicht zu beheben.

Lebensereignisse

Psychische und soziale Faktoren spielen für den Zeitpunkt und Verlauf der Erkrankung eine große Rolle. So kann ein belastendes Ereignis wie der Verlust des Arbeitsplatzes oder eine Trennung Auslöser für einen Krankheitsschub sein. Menschen, die schon früh in ihrem Leben große Belastungen erleben mussten, haben oft eine erhöhte Verletzbarkeit für psychische Erkrankungen.

Genetik

Vererbbar ist nicht eine bestimmte psychische Erkrankung an sich, sondern eine höhere Verletzlichkeit (Vulnerabilität) im psychischen Bereich – siehe oben. Ob eine Erkrankung aber tatsächlich ausbricht, ist vom Zusammenspiel all dieser Faktoren wie Lebenssituation, psychische Widerstandskraft, Lebensgeschichte, Umgang mit Stress usw. abhängig.

Widerstandskraft

So wie ein Mensch mehr oder weniger verletzbar (vulnerabel) sein kann, so kann er auch mehr oder weniger widerstandsfähig (resilient) sein. Das erklärt, warum manche Menschen trotz großer Belastungen gesund bleiben. Für uns alle, und besonders für jene Personen, die eine höhere Verletzbarkeit haben, ist es wichtig das „Psychische Immunsystem“ (Ressilienz) zu stärken. 



*  Bei psychischen Erkrankungen sprechen wir beispielsweise von Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis wie Schizophrenie oder Psychosen handeln, von Depressionen, von manisch depressive Erkrankungen, von Persönlichkeitsstörungen wie Borderline Störungen, von Angst- oder Zwangserkrankungen oder auch von einer Suchterkrankung.
Burnout stellt zwar keine eigene Diagnose dar, aber die schweren Erschöpfungszustände die zum Begriff Burnout zusammengefasst werden können, zählen auch zu den psychischen Erkrankungen.

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