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Suchterkrankungen

Unter Suchterkrankungen werden verschiedene Erkrankungen zusammen gefasst, deren wesentliches gemeinsames Merkmal der Kontrollverlust ist.


Der gesamte Tagesablauf dreht sich um die Sucht

Wenn sich der gesamte Tagesablauf eines Betroffenen um die Sucht dreht und sich eine psychische und / oder eine physische Abhängigkeit entwickelt, dann spricht man von einer Abhängigkeitserkrankung.

Man unterscheidet verschiedene Suchtformen: stoffgebundene Süchte (Alkohol, Nikotin, Heroin, Kokain, Medikamente,...) und nicht stoffgebundene Süchte (Spielsucht, Kaufsucht, Arbeitssucht, Essstörungen, ...). 

Suchterkrankungen und andere psychische Erkrankungen

Suchterkrankungen können als eigenständige Erkrankung auftreten. Oft treten sie aber in Verbindung mit einer anderen psychischen Erkrankungen* auf. Dann lässt sich oft ein Teufelskreis beobachten: Erste Anzeichen einer psychischen Erkrankung treten auf. Die Betroffenen reagieren damit mit Suchtmittelkonsum, der kurzfristig die Symptome abschwächt und damit wie eine Selbstmedikation wirkt. Mittelfristig jedoch verstärkt das Suchtmittel die psychische Symptomatik.

Ist eine solche Kombination aus Suchterkrankung und psychischer Erkrankung vorhanden (auch Komorbidität genannt), ist es wichtig, beide Erkrankungen entsprechend zu behandeln.


*  Bei psychischen Erkrankungen sprechen wir beispielsweise von Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis wie Schizophrenie oder Psychosen handeln, von Depressionen, von manisch depressive Erkrankungen, von Persönlichkeitsstörungen wie Borderline Störungen oder von Angst- oder Zwangserkrankungen .
Burnout stellt zwar keine eigene Diagnose dar, aber die schweren Erschöpfungszustände die zum Begriff Burnout zusammengefasst werden können, zählen auch zu den psychischen Erkrankungen.