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17. Dezember 20220 - Vorarlberg

Als Angehörige für einander da sein

Vor einigen Wochen rief mich eine Mutter an. Verzweifelt. Weinend. Eine intensive Geschichte, in der sie von ihrem Sohn erzählte, der im Rahmen seiner psychischen Erkrankung derzeit keine Medikamente nahm und dadurch wieder in das selbstschädigende Verhalten fiel. Sie wusste nicht, wo er war. Ich ließ sie lange reden. So vertraut waren mir ihre Erzählungen, ihr Fragen. Noch ohne Lösung, aber doch mit Hoffnung, beendeten wir die Gespräche, denn es waren dann einige.


Inzwischen ist ihr Sohn im Krankenhaus, eingeliefert mit der Polizei.
Die Mutter und ich waren miteinander dankbar, denn so wussten wir, dass er lebte, dass er betreut wurde.
Hätte mir vor Jahren jemand gesagt, dass ich mit einer Mutter glücklich wäre, wenn der Sohn mit der Polizei ins Krankenhaus kommt, ich hätte es für ver-rückt gehalten, niemals geglaubt.

Ich glaube, kein Mensch, der so etwas nicht erlebt, kann sich auch nur annähernd vorstellen, welche Ängste, Sorgen, Verzweiflung aber auch Hoffnung, Dankbarkeit und Freude wir als Angehörige durchleben.


Es ist ein Geschenk, wenn Menschen da sind, die wissen, wovon wir reden. Wo wir uns verstanden fühlen. Wo Hoffnung wieder den nächsten Schritt begleitet.

Ich selber bin auch dankbar, dass ich bei hpe Österreich so manches Mal anrufen konnte, verstanden wurde und so manchen hilfreichen Tipp bekam.

 

Autor der Redaktion bekannt

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