HPE braucht Hilfe!

Liebe Angehörige!
Liebe Freund:innen der HPE!

Das Sozialministeriumservice hat uns mitgeteilt, dass die Förderung der HPE in Wien mit 2026 eingestellt wird. Dadurch halbiert sich unser Budget und wir sind gezwungen, unseren Personalstand dementsprechend zu reduzieren. Das wird unsere Kapazitäten und die Unterstützung für Angehörige psychisch schwer erkrankter Menschen massiv einschränken. Wir wollen das Sozialministerium ersuchen, diese Entscheidung zu überdenken und bitten Sie deshalb, unser Anliegen zu unterstützen, indem Sie sich dem nachfolgenden Schreiben als Unterstützer:in anschließen:

  • Bitte unterstützen Sie die HPE und damit die Angehörigen, indem Sie diese Forderung an diese zuständigen Stellen weiterleiten: post@sozialministerium.gv.at; ulrike.koenigsberger-ludwig@sozialministerium.at; post.wien@sozialministeriumservice.at; rueckhalt@hpe.at
    Verwenden Sie bitte alle diese Adressen.
  • Sollte es Ihnen ein Anliegen sein, schreiben Sie gerne ein paar Worte dazu, warum Ihnen die HPE wichtig ist.
  • Sie können gerne diesen Aufruf an weitere Personen weiterleiten.

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Herzliche Grüße

Der Vorstand der HPE Österreich

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Korinna Schumann!
Sehr geehrte Frau Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig!
Sehr geehrter Herr Amtsleiter Harald Gruber!
Sehr geehrte Frau Sabine Knopf MBA MSc!

Psychisch erkrankte Menschen brauchen den Rückhalt durch ihre Familien und Freund:innen – hier darf nicht gespart werden

Am 15.09.2025 haben wir erfahren, dass das Sozialministeriumservice, das seit mehr als 20 Jahren finanzierte Projekt „Rückhalt durch Angehörige“ ohne Vorankündigung einspart. Die Beratungsstelle der HPE in Wien verliert damit über die Hälfte ihres Budgets.

Das bedeutet konkret: jährlich 1.700 Familien von schwer psychisch erkrankten Menschen haben von nun an keine Anlaufstelle mehr, wo sie Unterstützung bei ihrer herausfordernden Betreuungstätigkeit ihres erkrankten Familienmitglieds finden.

Dass die psychosoziale und psychiatrische Versorgung, speziell für schwer psychisch erkrankte Menschen, große Lücken aufweist, ist ein offenes Geheimnis. Durch diese großen Lücken bleiben die Betroffenen mit ihrer Erkrankung sich selbst und ihren Familien überlassen. Besonders herausfordernd ist es, den psychisch erkrankten Menschen am Weg zu geeigneter Hilfe und Therapie zu begleiten, zu motivieren und bei Entwicklungsschritten, bis hin zur beruflichen Integration zu stärken. Mit Unterstützung gelingt dies oft.

Wie auch andere pflegende Angehörige, sind die Angehörigen psychisch Erkrankter damit oft überfordert und brauchen Orientierung bei den Hilfsangeboten, Beratung in Krisensituationen und Begleitung bei den alltäglichen Herausforderungen.

In den letzten 20 Jahren haben Angehörige und Berater:innen in der HPE gemeinsam ein umfassendes Konzept für die Unterstützung der von psychischer Erkrankung betroffenen Familien erarbeitet: Vielfältige Beratungsschwerpunkte, differenzierte Informationsangebote, Austauschmöglichkeiten mit anderen Angehörigen und die Sicherheit, eine Stelle zu haben, an der man in Krisenzeiten immer wieder andocken kann.

Diese Sparmaßnahme des Sozialministeriumservice trifft massiv Angehörige und Freund:innen psychisch erkrankter Menschen. Die negativen Auswirkungen betreffen aber nicht nur uns Angehörige, sondern dadurch verlieren Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen eine ihrer wichtigsten Ressourcen. Die große Belastung und fehlende Unterstützung führen dazu, dass auch Angehörige gesundheitliche Probleme entwickeln, ihre Berufstätigkeit einschränken müssen und psychisch erkrankten Menschen keinen Rückhalt mehr geben können.

Wir ersuchen dringend, diese fatale Sparmaßnahme noch einmal zu überdenken.
 

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