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15. Mai 2018 - Vorarlberg

Zusammenarbeit mit Angehörigen

Bericht von der 21. Jahreshauptversammlung von HPE Vorarlberg am 12. April 2018


Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung stand ein Referat von Prim. Dr. Jan Di Pauli vom Landeskrankenhaus Rankweil, dem die Zusammenarbeit mit den Angehörigen besonders wichtig ist. Er gab in seinem Referat umfassend, offen und auch kritisch Einblick in die Abläufe des psychiatrischen Krankenhauses.

Die Ambulanz wird sehr in Anspruch genommen. Erfolgreich verläuft das Deeskalations – Training, das im Haus für das Pflegepersonal angeboten wird. Die Zwangsmaßnahmen haben sich dadurch halbiert. Die Jugendpsychiatrie ist ausgelastet. In Planung steht ein Mutter/Kind Zimmer, um erkrankten Müttern die Aufnahme mit ihrem Baby zu ermöglichen. Dr. Di Pauli hofft, dass der schon länger geplante Neubau nun endlich doch realisiert wird. Auch die tagesklinische Arbeit soll verstärkt werden.

Die Zusammenarbeit mit Angehörigen ist Dr. Di Pauli besonders wichtig. Gut informierte Angehörige helfen, die Rückfallrate zu senken. Die Psychoedukation für Angehörige sollte verstärkt werden. Sorgen bereitet oft der Übergang vom Krankenhaus in die Betreuung draußen. Besonders bei den PsychiaterInnen sind die Wartezeiten zu lang. Gerade nach der Entlassung ist die Rückfallrate bzw. Suizidgefahr hoch. Positiv zu bewerten ist , dass die Schwelle zwischen Betroffenen und Professionellen sinkt. Es ist geplant, Betroffene nach einer Ausbildung als Genesungsbegleiter mehr im LKH einzubinden. In Kilchberg bei Zürich gibt es bereits Konzepte, die sich sehr bewähren. Schon jetzt ist die regelmäßige Anwesenheit von Mitgliedern des Vereins <omnibus>, die zum Teil schon die Ex-In genannte Ausbildung gemacht haben, sehr wertvoll.

Im Anschluss an das Referat entstand eine lebhafte Diskussion, die durch die Anwesenheit von Vertretern verschiedenster Institutionen im psychiatrischen Bereich sehr breit und konkret geführt wurde. Ein heißes Thema war die Betreuung am Wochenende und der immer noch fehlende Krisendienst. Es gab den Vorschlag, dass die verschiedenen Institutionen abwechselnd den Wochenenddienst übernehmen.

Mit einem herzlichen Dank für die engagierte Arbeit der Obfrau Maria Winder und des Vorstandes schloss die Jahreshauptversammlung.


</omnibus>

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