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Vorstandswechsel in der HPE Tirol

Abschied vom langjährigen Obmann

Bei der Generalversammlung der HPE Tirol im März diesen Jahres kam es zu einem Wechsel im Vorstand. Der langjährige Obman Herr Mag. Norbert Erlacher ging nach 8 Jahren in den wohlverdienten Ruhestand. Auch seine Stellvertreterin Elfriede Schatz, die vor Herrn Mag. Erlacher viele Jahre die Geschicke der HPE Tirol führte, verabschiedete sich aus dem Vorstand. Erfreulicherweise werden beide ihre Moderatorenfunktion in den Selbsthilfegruppen Wörgl bzw. Lienz weiterhin ausüben.


Der Wechsel im Vorstand ist eine gute Gelegenheit, um die Arbeit des scheidenden Obmanns und somit die Entwicklung der HPE Tirol der letzten Jahre Revue passieren zu lassen.
Herr Mag. Erlacher übernahm nach seiner Pensionierung im Jahr 2010 die Obmannschaft der HPE Tirol. Als ehemaliger Leiter des sonderpädagogischen Zentrums in Wörgl hatte er nicht nur viel Erfahrung in der pädagogischen Arbeit mit Kindern mit Beeinträchtigung und deren Angehörigen, sondern er pflegte auch zahlreiche gute Kontakte auf sozialpolitischer Ebene, die ihm in der Arbeit mit der HPE Tirol zu Gute kamen.
An dieser Stelle möchten wir nur einige  für die HPE Tirol wichtige Punkte nennen, an deren Entwicklung Herr Mag. Erlacher maßgeblich mitbeteiligt war:

  • 2000 gründete Herr Mag. Erlacher die Selbsthilfegruppen in Kufstein und Wörgl und moderiert Letztere bis heute. Er initiierte auch die Gründung von weiteren Selbsthilfegruppen in Tirol.
  • Seit 2003 gestaltet Herr Mag. Erlacher zusammen mit der Psychologin und Psychotherapeutin Mag.a Maria Fischer einen Ausbildungstag im  Grundkurs der pro mente tirol, bei dem den MitarbeiterInnen die Situation der Angehörigen näher gebracht wird. Seit zwei Jahren wird dieses Seminar auch für die MitarbeiterInnen des Psychosozialen Pflegedienstes PSP angeboten.
  • 2011-2018 vertrat Herr Mag. Erlacher die Interessen der Angehörigen am psychiatrischen Jour Fixe.
  • 2009 wurde in Innsbruck mit demTrialog begonnen, bei dem ein regelmäßiger Austausch zwischen psychisch Erkrankten, deren Angehörigen und Mitarbeitern aus dem psychosozialen oder ärztlichen Bereich stattfindet. Dabei werden auf Augenhöhe Gespräche geführt, die das Verständnis für einander ermöglichen. 2014 folgte die Einrichtung eines Trialogs in Telfs, 2015 in Wörgl und 2018 in Zams.
  • Besonders hervorzuheben ist die Petition der HPE Tirol an die Landesregierung zur Verbesserung der psychosozialen Versorgung in Tirol aus dem Jahre 2013.
  • Als Folge davon wurde im Jahr 2014 eine Enquete mit Fachleuten, Angehörigen und Betroffenen sowie mit VertreterInnen aus Politik und öffentlicher Verwaltung durchgeführt, um eine gute Weiterentwicklung der Psychiatriereform zu ermöglichen und die Situation von Menschen mit psychischer Erkrankung in Tirol zu verbessern.
  • In den vergangenen Jahren hat sich die HPE Tirol als Verein stets weiter entwickelt und ist mittlerweile im Netzwerk der psychosozialen Landschaft in Tirol  gut eingebettet und vernetzt. Die Situation der Angehörigen findet sowohl in der breiteren Öffentlichkeit als auch auf politischer Ebene Gehör und die HPE Tirol wurde ein ernst zu nehmender Gesprächspartner, dessen Anliegen und Überlegungen bei Gesprächen mit einbezogen werden.
  • Neben seiner Arbeit für die HPE-Tirol war Herr Mag. Erlacher von 2013-2019 auch Obmann der HPE Österreich.

Sein kommunikatives Wesen und seine freundliche und wohlwollende Art haben entscheidend dazu beigetragen, dass er sowohl in Tirol als auch mit dem österreichischen Dachverband ein gutes Netzwerk aufbauen konnte und von seinen Kooperationspartnern stets sehr geschätzt wurde. Mit seiner bescheidenen und respektvollen Art war es ihm immer ein Anliegen, Lösungen und Kompromisse zu finden, die für alle Beteiligten akzeptabel und durchführbar waren.

Wir bedanken wir uns bei Herr Mag. Erlacher im Namen des neuen Vorstandes für seine großartige Arbeit für die HPE Tirol und auch für seine Bereitschaft, uns weiterhin tatkräftig zu unterstützen.


Chiona Gehmacher, Obfrau und Loisi Wallner, Obfrau Stellvertreterin

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