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Zahlen und Fakten

Inanspruchnahme 1. Halbjahr 2009

Im ersten Halbjahr 2009 nahmen 289 Personen die Angebote im Rahmen des Projektes „Rückhalt durch Angehörige“ in Anspruch. 77 Personen (27%) nahmen bereits vor 2009 mit uns Kontakt auf, 212 Personen (73%) kamen heuer das erste Mal. Mit diesen Personen kam es zu 684 Beratungskontakten, wobei es bei 170 Personen im Jahr 2009 bisher zu keinen wiederholten Kontakten kam. 54 Personen nahmen bereits 4 oder mehr Beratungen in Anspruch.

Im ersten Halbjahr 2009 lag der Anteil von weiblichen Ratsuchenden bei 80%, der männlichen bei 20%. Das Durchschnittsalter lag bei 46 Jahren bei Männern und 51 Jahren bei Frauen (Median). Diesmal lag der Anteil der Eltern bei 53% (davon waren die große Mehrheit - 80% - die Mütter der PatientInnen). Der Anteil der PartnerInnen lag bei 14% (hier lag der Anteil der Frauen nur bei 67%) und jener der Geschwister bei 7%.

Unsere KlientInnen sind Angehörige psychisch Erkrankter, die bei uns Hilfe für deren Unterstützung und Begleitung (zurück) ins Berufsleben suchen. Die psychisch erkrankten Personen, deren Angehörige zu uns kamen, waren in 62% Männer und 38% Frauen. Das Alter liegt bei Frauen bei 31 Jahren, bei Männern bei 27 Jahren (Median).

43% der PatientInnen leben alleine, stehen aber meist in engem Kontakt mit den betreuenden Angehörigen. Die Hälfte (50%) der PatientInnen lebt bei den ratsuchenden Angehörigen.
Aus dem Spektrum der psychischen Erkrankungen sind in unserem Personenkreis vor allem jene vertreten, die starke Einschränkungen, starke Schwankungen und einen längeren Verlauf aufweisen. So leiden 37% der PatientInnen an einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis, 24% an affektiven Erkrankungen und 16% an Persönlichkeitsstörungen (Borderline). Bei den Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis überwiegen die Männer, bei Persönlichkeitsstörungen eher die Frauen. Es zeigt sich, dass bei rd. 15% der psychisch Erkrankten auch ein Substanzmissbrauch vorliegt.
Die Erkrankungsdauer liegt zwischen 6 Jahren bei Männern und 7 Jahren bei Frauen (Median).

Wir erreichen über die Angehörigen vor allem auch jene Betroffenen, die immer wieder Behandlungs- und Unterstützungsangebote ablehnen bzw. vorzeitig abbrechen (rd. 41%). Vielen der Betroffenen fehlen die Informationen über die Möglichkeiten, die ihnen im Bereich der beruflichen Rehabilitation offen stehen. Leider nicht nur jene, die in keiner professionellen Betreuung stehen, sondern auch PatientInnen die eine Therapie bekommen, erfahren wenig über rehabilitative Möglichkeiten. Angehörige geben hier oft den Anstoß und begleiten die Betroffenen beim (Wieder-) Einstieg.

Gefördert von:

"Ein vom Bundessozialamt/Landesstelle Wien finanziertes Projekt aus Mitteln der Beschäftigungsoffensive der österreichischen Bundesregierung für Menschen mit Behinderungen."

 

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