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Im November 2011 richtete der Vorstand der HPE-Tirol eine Resolution an Landesrat Gerhard Reheis, den Leiter der Abteilung für Soziales beim Amt der Tiroler Landesregierung.
Darin wurde ein gravierender Mangel an Angeboten für nachhaltig betreutes Wohnen für Menschen mit psychischen Störungen in mehreren Regionen Tirols festgestellt. Es wurde darauf hingewiesen, dass trotz anerkannt guter Betreuungsarbeit durch bestehende Einrichtungen der jeweilige Bedarf nicht abgedeckt werden kann, dass immer wieder Angehörige chronisch Erkrankter durch die jahrelange Überforderung und Sorge erschöpft seien, dass manche psychisch erkrankte Menschen keine bedarfsgerechten Möglichkeiten für sich finden können und Rückschläge erleiden.
Die Resolution weist darauf hin, dass präventive Maßnahmen gesundheitspolitische und volkswirtschaftliche Nachteile langfristig hintan zu halten vermögen und dass die grundsätzliche Verpflichtung zur gemeindenahen Versorgung auf Basis der von Österreich 2008 ratifizierten UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung bestehe und diesbezüglich Nachholbedarf festzustellen sei.
Der Vorstand des Vereines Hilfe für Angehörige psychisch erkrankter Menschen in Tirol, HPE-Tirol forderte daher im Konkreten:
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die mittelfristige Errichtung von Wohnprojekten in allen Bezirken Tirols zur gemeindenahen psychosozialen Versorgung der Erkrankten
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die Überprüfung bestehender Einrichtungen, ob sie in die Organisationsform eines Garconnierenverbundes umgewandelt werden können
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die Schaffung unbefristeter betreuter Wohnmöglichkeiten für Menschen mit langfristigem psychosozialem Betreuungsbedarf in allen Regionen Tirols
Unterstützt wurden die Anliegen der HPE-Resolution durch schriftliche Stellungnahmen des Vertretungsnetzes und aller psychosozialen Einrichtungen Tirols (START pro mente, PSP, GPG pro mente tirol)
Ende Jänner konnte der Vorsitzende der HPE-Tirol, Mag. Norbert Erlacher die Anliegen der Resolution in einem persönlichen Gespräch Landesrat Reheis erläutern und die Forderung einer aktuellen Überprüfung des tatsächlichen Bedarfes und notwendiger Maßnahmen durch die Sozialabteilung des Landes Tirol unterstreichen.
Im März folgte ein Gespräch des Psychiatriekoordinators des Landes Tirol Dr. Karl Stieg mit Landesrat Reheis, in welchem die Entwicklung des betreuten Wohnens in Tirol, die aktuelle Lage mit den aufgezeigten Schwachstellen und die weitere Vorgangsweise konkretisiert werden konnten.
In nächster Zeit wird eine qualitative Analyse des Ist-Standes im Wohnangebot sämtlicher psychosozialer Einrichtungen in allen Regionen Tirols vorgelegt und danach ein mittel- bzw. langfristiges Konzept für die Umsetzung notwendiger Maßnahmen erarbeitet. In diesen Entwicklungsprozess soll die HPE in geeigneter Weise eingebunden werden.
Mag. Norbert Erlacher
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