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9. September 2010 - Tirol
HPE Tirol unter neuer Führung


HPE-Tirol hat einen neuen Obmann.

 

Mag. Norbert Erlacher, bisher stellvertretender Obmann, löste im Juni Elfriede Schatz in der Vereinsleitung der HPE-Tirol ab.

Bei der Generalversammlung am 28. Juni 2010 wurde dieser Führungswechsel einstimmig beschlossen. Elfriede Schatz übernimmt jetzt die Stellvertretung des Obmannes. Seit 16 Jahren führte sie die HPE-Tirol und war auch 6 Jahre lang gleichzeitig Vorsitzende der HPE-Österreich. Aus privaten Gründen zieht sich Elfriede Schatz in die zweite Reihe zurück, wirkt aber weiterhin im Vorstand mit und unterstützt den neuen Obmann bei seinen Tätigkeiten, leitet weiterhin die Selbsthilfegruppe für Angehörige in Osttirol und will dort ihre Bemühungen intensivieren, bietet sowohl in Osttirol als auch in Innsbruck und Schwaz nach Terminvereinbarung persönliche Beratung für Angehörige an, gibt ihre reichen Erfahrungen gemeinsam mit Elfriede Faulhammer regelmäßig in Polizeiseminaren an die jungen Exekutivbeamtinnen und -beamten sowie in unregelmäßig stattfindenden Seminaren an der privaten medizinischen Universität UMIT Hall an künftiges psychiatrisches Pflegepersonal weiter.

Norbert Erlacher bedankte sich bei der Generalversammlung im Namen des gesamten Vorstandes und aller Mitglieder bei Elfriede Schatz mit einem großen Blumenstrauß für ihre Leistungen und Bemühungen während der langen und teilweise auch turbulenten Zeit.

Nachdem die HPE-Tirol nun also fast 20 Jahre lang von Frauen geleitet wurde – entsprechend der überwiegenden Anzahl von weiblichen Ratsuchenden – haben wir nun einen Ob-Mann! Mag. Norbert ERLACHER, unser Neo-Pensionistl, will seine Kräfte in der eben erst erlangten Pensionsfreiheit nun noch mehr der HPE-Tirol widmen und hat uns schon bei seiner ersten Obmannsitzung mit vielfältigen Plänen eingedeckt. Ob seine ebenfalls sehr für die HPE engagierte Ehegattin Maria-Luise nicht auch gehofft hatte, nun endlich mehr Zeit mit ihren Norbert verbringen und auch zu Hause noch mehr auf sein Engagement bauen zu können? Da wird er in den nächsten Jahren einige Spagate hinlegen müssen!

Wir kennen Norbert ja schon lange als engagierten, in schulischen Belangen teamerprobten Sonderpädagogen und Schulleiter in Wörgl, wo er sich auch besonders für behinderte und benachteiligte Menschen und deren Familien eingesetzt und ihnen vielfältig und verständnisvoll geholfen hat. Für die HPE-Tirol hat Norbert Ende der 90-er Jahre die Region Tiroler Unterland ganz neu aufgebaut und mit verschiedenen Angeboten inzwischen recht lebendig und aktiv werden lassen. Mit seiner ruhigen, ausgleichenden, diplomatischen und kontaktfreudigen Art gelingt es ihm in unterschiedlichsten Feldern neue Kontakte zu knüpfen und die HPE und deren Anliegen ins Gespräch zu bringen. Er „impfte“ aber auch Menschen in seinem Umfeld – sowie uns als Vorstandsmitglieder – wiederholt mit vielfältigen Ideen und Anregungen, die wir leider schon bisher nicht alle umsetzen konnten. Hoffentlich verdorren dadurch auch weiterhin seine kreativen Seiten nicht!

Besonders hilfreich sind für unser Vorstandsteam Norberts informations- und medientechnischen Kenntnisse und Erfahrungen, ohne die es heute kaum mehr gelingt, auch in einer größeren Selbsthilfe-Organisation und im Arbeitsalltag präsent zu bleiben und die Möglichkeiten vielfältiger Vernetzung zu nützen. So hat er bereits den Tirolteil der HPE-Homepage www.hpe.at aus dem Dornröschenschlaf geweckt und nach langem Ruhen wieder aktualisiert. Weiter so!

Norbert – wir danken Dir und freuen uns über Deine Bereitschaft, nun als Obmann unseren HPE-Tirol-Karren zuversichtlich weiter zu ziehen und wollen Dich dabei unterstützen, dass er gut in Fahrt bleibt!



Norbert Erlacher ist studierter Theologe und war Lehrer und Leiter des Sonderpädagogischen Zentrums und der Sonderschule Wörgl. Er möchte in der Leitung der HPE-Tirol auf Grund seiner Vorbildung und seiner reichen Berufserfahrung als Sonderpädagoge neue Impulse setzen, ohne alles umzukrempeln. Er bat die Mitglieder der HPE-Tirol um Bereitschaft zur Zusammenarbeit und Fortsetzung der bewährten Arbeit für Angehörige psychisch erkrankter Menschen. Besonders wichtig sind ihm eine qualitätsvolle Selbsthilfe als Kernaufgabe der HPE möglichst in guter Erreichbarkeit – was in Tirol geografisch bedingt eine Herausforderung ist. Die strukturierte Vernetzung aller Akteure innerhalb der HPE wie auch mit den im sozialen und gesundheitspolitischen Umfeld agierenden Personen und Institutionen sieht er als wichtige Ziele seiner Tätigkeit. Er moderiert seit 1999 eine Selbsthilfegruppe für Angehörige in Wörgl zeitweise auch in Kufstein, engagiert sich in der individuellen Beratung für Angehörige, arbeitet seit 2002 mit Mag. Maria Fischer gemeinsam als Referent im Sozialpsychiatrischen Grundkurs (pro mente) für Neu- und WiedereinsteigerInnen in sozialpsychiatrischen Organisationen mit, ist seit 2003 gemeinsam mit Elfriede Schatz im „Lindauer Kreis“ an der internationalen Vernetzung von Angehörigenorganisationen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz beteiligt und arbeitet seit Jahren im Vorstand von HPE-Österreich und in der „Steuerungsgruppe“ mit.

Norbert Erlacher wünscht sich für die nächsten Jahre vor allem, mehr aktiv tätige Vereinsmitglieder in Tirol, um eine breitere gemeinsame Basis in der Selbsthilfe von Angehörigen psychisch erkrankter Menschen und bessere Bekanntheit und Akzeptanz sozialpsychiatrischer Fragestellungen in der Öffentlichkeit aus der Sicht von Angehörigen zu erreichen.

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