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15. Juli 2009 - Wien
Die Harmonie von Natur und KulturGedanken zur HPE Frühlingsfahrt 2009


Das Waldviertel präsentierte sich am 3. Juni 2009 bei strahlendem, aber nicht heißem Wetter von seiner besten Seite:

Als wahres „Barockjuwel“ erwies sich das weitläufige Stift ALTENBURG, das wir sehr eingehend besichtigen konnten. Hier ist die Idee des barocken Gesamtkunstwerks einzigartig verwirklicht (eine wunderbare Zusammenarbeit des Architekten Munggenast und des Malers Paul Troger). Symbolisiert der Nordtrakt (= Kaiserzimmer) auf der einen Seite die reale Welt, so soll der Südtrakt (mit faszinierender Krypta und Bibliothek) andererseits die Mannigfaltigkeit des göttlichen Geistes widerspiegeln. Einzelne Darstellungen aus Ovids „Metamorphosen“ auf den Fresken der Krypta sind in diesem Sinne als Beispiele für die Verinnerlichung des ewigen kosmischen Prinzips zu verstehen. Und in der Kirche von ALTENBURG mit ihrem grandiosen Freskohimmel bietet sich dem Betrachter dann die Krönung dieses harmonischen Konzepts dar.

Zeitbedingt konnten wir der Burg OTTENSTEIN nur einen Kurzbesuch abstatten (mit Gelegenheit zu Schnappschüssen). Doch Frau Frenzel hat uns im gewohnten Plauderton darüber informiert, wie eng die Geschichte dieser Region seit dem 13. Jhdt. mit Böhmen verbunden gewesen war. Zuvor machte der freundliche Führer bei unserer Besichtigung des Wasserkraftwerks OTTENSTEIN ja deutlich, was für ein riesiges ökonomisches Potential in dieser Art der Stromerzeugung steckt. Dies scheint überhaupt ein charakteristisches Merkmal des Waldviertels zu sein: Fast überall hat man den Eindruck, als würden sich bedeutende historische Gebäude (Burgen, Schlösser, Klöster) beinahe symbiotisch in ihre natürliche Umgebung einfügen.

Nun, ich glaube im Namen aller 28 Teilnehmer zu sprechen, wenn ich behaupte, dass diese Frühlingsfahrt wieder viele schöne und reizvolle Eindrücke geboten und darüber hinaus auch für ungezwungene Geselligkeit gesorgt hat. Abschließend möchte ich mich bei Herta Frenzel, die gemeinsam mit ihrem Sohn Bruno in altbewährter Weise für eine gelungene Organisation verantwortlich war, herzlich bedanken.

Richard Tröthann

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