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Der Lindauer Kreis ist ein grenzüberschreitender Zusammenschluss von Angehörigen psychisch Erkrankter aus dem Bodenseeraum ( Baden-Württemberg, Bayern, Ostschweiz mit Zürich, Vorarlberg und Tirol). Er besteht seit 10 Jahren und will, neben anderen Aufgaben, auf Defizite in der psychiatrischen Versorgung aufmerksam machen.
Kürzlich wurden über 150 psychiatrische Einrichtungen zum Thema „Kinder – die vergessenen Angehörigen?“ befragt.
In Vorarlberg konnten die Fragebögen über das Sozialressort der Landesregierung verschickt werden. Herzlichen Dank an den Leiter Hermann Böckle, der HPE immer hilfreich zur Seite steht.
Die Auswertung, die keinen Anspruch auf Wissenschaftlichkeit erhebt, zeigt, dass in der psychiatrischen Landschaft Vorarlbergs sehr wohl Sensibilität für das Thema der Kinder von psychisch kranken Eltern(-teilen) besteht. Es gibt aber nur eine Einrichtung (aks), die sich schwerpunktmäßig und präventiv mit dieser Problematik beschäftigt. Von einem flächendeckenden Angebot von Hilfen für diese Kinder kann nicht gesprochen werden. Allerdings wird die Vernetzung einschlägiger Institutionen und Fachpersonen gut bewertet.
Es fällt auf, dass in Vorarlberg eine stationäre Mutter-Kind Betreuung wie auch Wohnprojekte für psychisch kranke Mütter mit ihren Kindern fehlen und diese Defizite, neben dem Wunsch nach speziellen Betreuungsprojekten, deutlich angesprochen werden. Der erkannte Bedarf kann mangels Finanzierungsmöglichkeiten nicht gedeckt werden. Kostenentlastungschancen durch Prävention werden von den Krankenkassen nicht gesehen. Unterstützende Angebote, wie z.B. Paar- und Familientherapie, scheitern an der fehlenden Finanzierung.
Ein Vergleich dieses Resultats mit den anderen Ländern ergibt, dass auch dort der stationären Mutter- Kind Betreuung sowie Wohnprojekten für psychisch kranke Mütter mit ihren Kindern hohe Priorität eingeräumt wird.
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