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28. Februar 2009 - Vorarlberg
10 Jahre Verein omnibus

Der Verein <omnibus> feierte am Samstag, den 29.November 2008 sein 10-jähriges Bestehen im Pförtnerhaus Fel dkirch.

Vorstand Verein Omnibus


Obfrau Petra Berchtol d konnte über 150 Gäste aus den verschiedensten Bereichen psychiatrischer Arbeit sowie viele Betroffene und Angehörige im Saal begrüßen. Sie schilderte in einer mit viel Temperament vorgetragenen Rede, wie sich aus dem starken Bedürfnis über die eigene Krisenerfahrung zu reden und die Behandlung zu verbessern, die Idee eines Vereins entwickelte. „Einer oder Eine allein kann wenig ausrichten, aber schon Zwei zusammen haben mehr Gewicht und werden eher ernst genommen.“ Es war vor allem dem Engagement von Herrn Michael Chmela zu verdanken, dass im Jahr 2001 eine eigene Beratungsstelle in Bregenz eröffnet werden konnte.

Die Obfrau überreichte Herrn Primar Dr. Albert Lingg (Landeskrankenhaus Rankweil), Herrn Dr. Peter Ammann (Bundessozialamt Vorarlberg) und Herrn Berndt Kühnel (Psychotherapeut) für deren Einsatz für die Anliegen von Betroffenen ein T-Shirt mit der Aufschrift „Schräger Vogel“ und erklärte sie somit zu den „Ehren-Schrägen-Vögel“ des Abends.
Die Leiterin der Beratungsstelle, Frau Dagmar Moll, würdigte auf sehr persönliche Weise die Arbeit des Vereinsvorstandes und der MitarbeiterInnen der Beratungsstelle. Gerade die Vielfalt an unterschiedlichen Zugängen und Beiträgen macht <omnibus> aus.

Andreas Knuf (in Zürich tätiger Psychologe und Psychotherapeut) zeigte im anschließenden Vortrag zum Thema „Recovery - Der Weg zur Gesundung“ anschaulich, wie Betroffene auch nach langjährigen Krisen wieder zu einem sinnerfüllten Leben gelangen, und wie deren Erfahrungen immer mehr Eingang in die Psychiatrie finden.

Ein reichhaltiges Buffet leitete dann den offenen Teil des Abends ein. Die Gruppe R.T.F.M. mit Sängerin Astrid und Unterstützung von George Nussbaumer sorgte zunächst für ruhigere und später mit Albert Lingg als Rolling-Stones- Interpret für rockige (tanzbare!) Klänge.

Der von Betroffenen selbst organisierte Abend wurde zu einem sichtbaren Zeichen für den Sinn und den Erfolg von Selbsthilfe und Betroffenenarbeit.

Thomas Bell


verein <omnibus> / du bist nicht allein!
Wer sind wir „omnibüssler“? Was machen wir? Woher kommt der Name <omnibus>?
Unser Verein <omnibus> wurde im Herbst 1998 von einer Gruppe Vorarlberger Psychiatrie-Erfahrenen gegründet. Ziel war und ist es, für die Rechte und Anliegen von Betroffenen gemeinsam stärker einzutreten. Der Name <omnibus> leitet sich aus dem Lateinischen ab, lat. Omni bedeutet „für alle, durch alle, mit allen“ und soll die Offenheit des Vereines für alle Menschen mit psychischen Problemen signalisieren.

In unserem Vorstand engagieren sich Petra Berchtold (Obfrau), Daniela Sichau (Stv. Obfrau), Wolfgang Groß (Kassier, Schriftführer), Thomas Bell (Stv. Schriftführer) und Maria Ender (Stv. Kassierer). Unsere Obfrau Petra Berchtold vertritt unsere Anliegen einerseits auf politischer Ebene im Psychiatriebeirat der Vorarlberger Landesregierung, andererseits gegenüber Institutionsvertretern im ganzen Land Vorarlberg.

Unser Verein ist Träger folgender Projekte: Trialogisches Schul- und Exekutivprojekt, Beratungsstelle <omnibus>. In Planung ist das Vereinshaus.

Wir sind das Sprachrohr für Betroffene! Möchtest DU unsere Arbeit im Verein unterstützen? Durch deinen Mitgliedsbeitrag in Höhe von EUR 12.- hilfst du uns, stärker für dich aufzutreten. Wenn du aktiv im Verein mitarbeiten möchtest, dann melde dich bei uns in der Beratungsstelle. Wir freuen uns auf DICH!


beratungsstelle <omnibus>, unser Team:

Eva Fagagnini, Sekretärin
Motto: „
Leben und leben lassen!“
Vision: Frieden auf Erden



Manuela Gavanelli, Beraterin
Motto:
Die Kunst ist einmal mehr aufzustehen, als man umgeworfen wird.
Vision: „Kur statt Psychiatrie“ - „Therapie statt Chemie“


Stefan Hagleitner, Berater
Motto:
Das Leben ist eigentlich zu komplex für ein einziges Motto. Mein derzeitiger Favorit lautet: „In der Ruhe liegt die Kraft!"
Vision: Der Titel einer sehr informativen Broschüre zum Thema "Psychose" lautet: "Es ist normal, verschieden zu sein!" Diese Aussage ist insofern visionär, als der herrschende Normierungswahn oft wenig Platz für ausgeprägte, bunte und starke Individuen bietet.


Dagmar Moll, Projektleiterin, Beraterin
Motto:
„Prüfe alles, und behalte das Gute!“ 1.Thess. 5,21
Vision: „ER wird alle ihre Tränen trocknen, und der Tod wird nicht mehr sein. Leid, Klage und Schmerzen wird es nie wieder geben; denn was einmal war, ist für immer vorbei.“ Off. 21,4


Homepage des Verein <omnibus>:
www.psychiatrie-erfahrene.at





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