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29. Januar 2009 - Wien
Weiterentwicklung der psychiatrischen Versorgung: Einbeziehung von Betroffenen und Angehörigen

Am 27. Jänner 2009 fand um 13 Uhr im Cafe Landtmann in Wien eine Pressekonferenz der HPE Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter statt. Folgende Personen haben daran mitgewirkt:

  • WHR Univ. Doz. Prim. Dr. Werner Schöny, ärztlicher Leiter der Landesnervenklinik Wagner Jauregg in Linz, Obmann der pro mente austria (Dachverband psychosozialer Vereine in Österreich)
  • Irene Burdich, IMAS Institut
  • Mag. Edwin Ladinser, Geschäftsführer von HPE Österreich, Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter, stv. Vorsitzender von HPE Wien, Angehöriger

Ziel dieser Pressekonferenz war es, die VertreterInnen der Medien darüber zu informieren, warum die Einbeziehung von Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihrer Angehörigen bei der Weiterentwicklung der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung unumgänglich ist.

International gilt im psychiatrischen Bereich die Einbeziehung der Betroffenen und Angehörigen aus fachlicher Sicht zum Standard – geladene ExpertInnen haben dies auch im Rahmen der Untersuchungskommission des Wiener Gemeinderates dargelegt. In Österreich wird dies in weiten Bereichen auch bereits umgesetzt. So ist die Angehörigenorganisation HPE Hilfe für Angehörige psychisch Erkrankter in allen Bundesländern fixer Kooperationspartner im psychiatrischen und psychosozialen Bereich. Auch auf politischer Ebene werden Betroffene und Angehörige vermehrt an Planungs- und Entscheidungsprozessen beteiligt – so wie dies auch von der WHO und der EU gefordert wird.

Angehörige, die sich ehrenamtlich im Rahmen der HPE engagieren, haben nicht nur ihre eigenen Erfahrungen, sondern können auf den großen Erfahrungsschatz der Angehörigen in den österreichweit mehr als 75 Selbsthilfegruppen und in den jährlich mehr als 4.000 Kontakten im Rahmen von Beratungen zurückgreifen. Gerne bringen sie dieses Wissen in den entsprechenden Gremien ein.

In Wien fehlen derzeit noch die entsprechenden Strukturen, um Betroffene und Angehörige systematisch in Planungs- und Entscheidungsfragen einzubeziehen. Eine Weiterentwicklung der psychiatrischen und psychosozialen Versorgung kann aus Sicht der Selbsthilfeorganisation der Angehörigen psychisch Erkrankter HPE nur gemeinsam mit Betroffenen und Angehörigen im Sinne des aktuellen State of the Art erfolgen.

 

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