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3. Dezember 2008 - Vorarlberg
Der 100. Trialog in Vorarlberg


Der TRIALOG in Vorarlberg kann schon auf 100 Zusammenkünfte zurückblicken. Aus diesem Anlass veranstalteten wir am 9. Oktober 2009 im „Treffpunkt an der Ach“ in Dornbirn eine abendliche Festveranstaltung, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich war.

Für die Organisation bildeten wir eine Arbeitsgruppe mit sechs Personen und entwarfen einen Einladungsfolder, den wir mit Unterstützung der HPE Vorarlberg und persönlich an Personen, die sich beruflich mit psychischen Erkrankungen befassen, an Institutionen und an öffentlichen Treffpunkten verteilten. So konnten wir uns am Festabend über ca. 70 Gäste freuen.

Für die Moderation konnten wir Fr. Marlies Mohr von den „Vorarlberger Nachrichten“ gewinnen, die mit der Thematik bestens vertraut war und deshalb souverän durch den Abend führte. Zu Beginn sprach Emma Amann, Gründungsmitglied der ersten Stunde, über die Entstehung dieser offenen Austauschgruppe, die Gesprächsthemen und die Gruppenregeln.

Anschließend wurden folgende regionale Interessensvertretungen für psychisch Erkrankte vorgestellt: Für den Verein „Omnibus“ (Interessensvertretung Psychiatrieerfahrener mit eigener Peerberatung) sprach die Obfrau Petra Berchtold und äußerte unter anderem auch den Wunsch nach einer „Auszeitstätte“ in Krisenzeiten.

Für HPE konnte uns Obfrau Ehrentraud Hagleitner berichten wie viel sich in den letzten Jahrzehnten, dank manchmal hartnäckiger Arbeit, zwischen Klinik, Arzt, Patient und Angehöriger verbessert hat. Die Vertreter von AKS (Arbeitskreis für Vorsorge- u. Sozialmedizin) und PGD (Psychosozialer Gesundheitsdienst) stellten ihre Angebote für Betroffene vor.

Unser Festredner Prim. Dr. Albert Lingg vom LKH Rankweil ging mit seinem Kurzreferat „Der TRIALOG- ein Feigenblatt oder mehr“ u.a. auf die Veränderung in der Hierarchie zwischen professionellen Helfern und Patienten ein. Er konnte aus eigener Erfahrung sagen, dass die partnerschaftliche Begegnung zwischen allen Beteiligten zugenommen hat und aber auch weiter angestrebt werden soll.

Die flotte musikalische Umrahmung wurde von der Gruppe „Saitenmix“, eine reine Frauenband, übernommen. Sie sorgten dafür, dass der Abend thematisch nicht zu „ernst“ wurde und brachten den ganzen Saal zum Mitsingen, aber auch eindrückliche Eigenkompositionen regten zum Nachdenken an.

Den Schlusspunkt der Veranstaltung setzte Reinhard Mikula, ein betroffener Künstler, mit einem Gedicht samt Saxophoneinlage. Danach ergaben sich für alle bei Buffet und Getränken viele Austauschmöglichkeiten.
Für die finanzielle Unterstützung möchten wir uns bei dieser Gelegenheit beim „Verein für seelische Gesundheit“ und beim Bundessozialamt Landesstelle Vorarlberg recht herzlich bedanken.

Mayer Beatrix

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