|
Jahrelang setzte sich EdelItraud Kastner, Vorsitzende des Vereins HPE (Hilfe für Angehörige psychisch Erkrank¬ter) in Kärnten und Mutter eines betroffenen Sohnes, für die Errichtung eines Arbeitsprojektes in Hermagor ein. Jetzt hat es sich endlich gelohnt!
Mit Anfang 2008 schafft pro mente Kärnten das erste Arbeitsprojekt für Menschen mit psy-chosozialer Beeinträchtigung im Bezirk. „Das sind Menschen wie du und ich, die auch die Chance haben sollten in Hermagor zu ar¬beiten, akzeptiert und integriert zu werden. Arbeit ist wie Therapie, bedeutet Selbstwertgefühl und Lebensqualität", erklärt Kastner. „Unser Motto lautet ,lebensfeldnahe'. Auch psychisch Erkrankten soll es möglich sein, in ihrem Umfeld ein erfülltes Leben zu führen. Ständiges Auspendeln ist nicht zumutbar", so Paul Streit, kaufmännischer Geschäftsführer von pro mente.
Eine Schlüsselkraft und fünf Mitarbeiter werden im Zuge des Projekts Wander- und Radwege, die Ökobag-Sammlung betreuen und ein Gartenservice anbieten. Für die Umsetzung (Geräte, Auto) werden knapp 30.000 Euro benötigt, die im Rahmen von „Licht ins Dunkel" aufgebracht werden sollen. Im Zuge der Live-Sendung am 24. Dezember werden sechs Lehrlinge der Kreativtischlerei in Spittal ein Schaukelpferd herstellen. „Man kann dann direkt für unser Projekt spenden", sagt Richard Dabernig, der das Projekt in Hermagor leiten wird.
„Die Gemeinden des Bezirks haben uns schon Aufträge zugesichert", freut sich Dabernig. Was noch fehlt, ist ein passender Standort. „Wir brauchen ja keine großartigen Räumlichkeiten. Es wäre toll, würde uns eine Gemeinde oder ein Unternehmer einen Raum zur Verfügung stellen, wo wir die Geräte unterstellen können", hofft Streit.
Bericht in der Zeitung www.woche.at
|