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1. März 2007 - Vorarlberg
Selbsthilfe im Wandel


Bei einer Klausurtagung Ende November befasste sich der Vorstand von HPE Vorarlberg intensiv mit den Anliegen der Selbsthilfe. Wir stellten fest, dass sich die Bedürfnisse der Angehörigen und damit auch die Anforderungen an die Selbsthilfegruppen in der letzten Zeit sehr verändert haben. Viele Angehörige kommen nicht mehr regelmäßig über einen längeren Zeitraum zu den Gruppentreffen, sondern sporadisch und nur bei akutem Bedarf. Für diese Entwicklung gibt es durchaus positive Hintergründe.

Angehörige fühlen sich zunehmend von professionellen Helfern gut unterstützt und ernst genommen. Manche finden auch im Freundeskreis Menschen, wo sie sich austauschen können.

Eher negativ wirkt sich der Zeit- und Termindruck aus, unter dem Angehörige oft stehen. Viele möchten sich auch nicht mit den Problemen Anderer belasten. Das zeigt sich in verstärkter Beanspruchung von telefonischer Beratung.

Wichtige neue Treffpunkte bilden das „Montagscafe“ in Bludenz und das „Cafe Kontakt“ in Egg neben dem bewährten Trialog in Dornbirn. Dabei gibt es die Möglichkeit zu Diskussion mit Betroffenen und professionellen Helfern. Aus dieser neuen Situation ergeben sich folgende Konsequenzen:

Die Gruppentreffen in Dornbirn und Bludenz finden bis auf weiteres nicht statt. Bei Bedarf werden wir sie wieder aktivieren. Interessierte Angehörige aus diesen Regionen laden wir zu den bestehenden Gruppen in Bregenz, Rankweil oder Egg bzw. zu den trialogischen Veranstaltungen ein. Bei den Gruppenabenden werden wir verstärkt aktuelle Themen anbieten. Für unsere Moderatorinnen und Telefonbetreuerinnen planen wir eine Fortbildung in Gesprächsführung.

Wir sind überzeugt, dass die Selbsthilfe auch künftig ein ganz wesentlicher Teil unserer Tätigkeit sein wird. Wir möchten unser Angebot aber laufend auf die Wünsche der Angehörigen abstimmen.

 Ehrentraud Hagleitner
Vorsitzende der HPE Vorarlberg

 

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