Hat jemand Erfahrung mit Wiener Psychiatrie?

Dieses Thema im Forum "Trialog" wurde erstellt von Markus_H, 15. Aug. 2016.

  1. Markus_H

    Markus_H New Member

    Hallo,

    mir wurde nahe gelegt in eine Psychiatrie zu gehen wegen Depressionen und Selbst verletzenden Verhalten.
    Nun wüsste ich gerne wie es in einer Psychiatrie abläuft (Tagesablauf) und ob man nur eine kleine Nummer im System ist oder ob wirklich auf Bedürfnisse eingegangen wird?

    Vielen Dank schon mal im Voraus!
    Liebe Grüße

    Markus
  2. Sonne16

    Sonne16 New Member

    Hallo Markus,
    mein Freund / seit gestern Exfreund hat mehrere Versuche schon hinter sich. Ich kann dir von seiner und meiner Erfahrung was ich mitbekommen habe sagen, dass es einen Ablauf gibt. Du hast wenige Einzeltherapien was viel zu wenig ist, Gruppentherapien und je nach dem wo du bist, gibt es auch Sport, Zeichenunterricht etc.....
    Mein Exfreund suchte nach einem Vertrauensarzt, den er bis jetzt aber nie gefunden hat. Er ist sich wie ein X beliebiger von vielen vorgekommen und das war sein Hauptproblem. Zudem weigerte er sich Medikamente zu nehmen (hat auch mit seiner Vergangenheit zu tun) und immer wenn er gesagt hat, warum er keine Tabletten nehmen kann, war es den Ärzten, Psychologen etc egal und die sind nicht einmal auf sein Problem oder die Angst eingegangen, er musste die Tabletten schlucken.
    Leider kann ich das nicht gut beurteilen, weil ich keinen solchen Aufenthalt kenne. Aber wenn ich zu den Besuchszeiten ihn besuchen war und seinen Tagesablauf auf dem Papier sah, dachte ich mir, aha er hat mehr Freizeit als Therpaie viel zu viel Freizeit und so kommt er wieder nur auf dumme Gedanken....ich werde hier eher die falsche Ansprechperson sein, aber ich hoffe dir kann jemand anderer noch weiter helfen...
  3. Markus_H

    Markus_H New Member

    Hallo ramonchen!
    Vielen Dank für deine Antwort.
    Schade, dass es nicht mit deinem Exfreund geklappt hat.
    Kannst du mir bitte sagen wie so ein Tagesablauf aussieht (zumindest am Papier)?
    Vielen Dank!
    LG
    Markus
  4. Sonne16

    Sonne16 New Member

  5. Markus_H

    Markus_H New Member

    Hallo Ramona,
    vielen vielen Dank für die 2 Links.
    Bei mir wurde mit etwa 13 Jahren Dhysthemie festgestellt.
    Dies hatte sich jedoch nach ca 1-2 Jahren wieder gelegt (mit Medikamenten und 3 Psychtherapeuten).
    Mit 19 bis jetzt war ich im Winter immer etwas antriebslosen (ohne Behandlung).
    Und nun mit 27 hab ich bisher den Tiefpunkt erreicht mit Mittelschweren bis Schweren Depression, Ritzen und Selbstmordgedanken (was fast mein Ende bedeutet hatte).
    Bin vom Hausarzt direkt zum Facharzt für Psychotherapie überwiesen worden, dort wurde ich bisher mit immer mehr Medikamenten verschrieben bekommen mit mäßigem Erfolg. Und mir wurde ne Psychiatrie ans herzen gelegt. Nur ich finde diesen Schritt doch noch etwas zu heftig.
    Lg
    Markus
  6. Sonne16

    Sonne16 New Member

    Hallo Markus,

    von dieser Diagnose habe ich noch nie etwas gehört.

    Ich wünsche dir aber sehr viel Kraft und vor allem Mut, dass die Therapie machst. Solltest du eine Familie oder Partnerin haben die hinter dir stehen, dann schätze das und nimm die Chance an wenn du bereit bist. Weil du hast dann Rückrat und kannst dich auf jemanden verlassen. Sieh das dann wirklich als Chance und Neuanfang.....mein Freund hat dies leider nicht zu schätzen gewusst, er steht jetzt ganz alleine da und ich glaube lange wird er das nicht mitmachen, so was er mir leider schreibt wo es mir das Herz zereisst....

    LG RAmona
  7. Markus_H

    Markus_H New Member

    Hallo Ramona,
    vielen Dank für deine schönen Worte.
    Nicht nur du stehst zur Zeit alleine dar, sondern ich auch.
    Ich wünsche dir auch viel Kraft für deinen Weg.
    Falls du auch Fragen hast, darfst dich auch gerne bei mir melden. ;-)
    Lg
    Markus
  8. A-U-2014

    A-U-2014 New Member

    lieber markus,
    meine schwester wurde einige male in eine psychatrie eingewiesen, also sie ist nicht freiwillig gegangen – dort hatte man sie nur ruhiggestellt und nach einigen tagen wieder gehen lassen und ihr psychischer zustand hat sich trotzdem nicht verbessert, wenn sie ihre medikamente nicht genommen hat bis sie dann wieder angefangen hat, ihre medikamente regelmäßig zu nehmen
    wichtig ist für dich einmal einen guten therapeuten zu finden, zudem du vertrauen hast und deine ängste, nöte und alles was dich so bedrückt einmal auszusprechen – der therapeut sollte dann für dich die richtige dosierung von medikamenten mit dir gemeinsam dann erarbeiten und wenn es dir schlecht geht, dann sollte dieser dann auch telefonisch erreichbar sein, damit du dann das gefühl hast, es ist für dich jemand da
    familie ist nicht immer der richtige gesprächspartner, weil da findet man sich nicht so richtig verstanden, das haben wir bei meiner schwester x-mal erlebt, wir haben sie in solchen phasen begleitet, jedoch leider nie helfen können, weil sie uns meistens mit aggressionen dann gegenüberstand, aber trotzdem waren wir immer für sie da
    versuche dir täglich kleine aufgaben zu stellen, wo du dann auch für dich ein erfolgserlebnis verbuchen kannst, weil ich glaube, daß man sich so wertlos und hilflos in diesen phasen vorkommt und die depression dann immer weiter fortschreiten kann und man dann nicht mehr ein und aus weiß
    ein tier wäre auch eine gute therapie – ich konnte meiner schwester mit meinem hund sehr viel helfen – sie hat für ihn verantwortung übernommen und es wurde mit ihrer psychischen verfassung dann immer besser, weil sie das gefühl hatte, da wird sie gebraucht
    vielleicht konnte ich dir doch ein paar kleine tipps übermitteln
    falls du noch was wissen möchtest, kannst mich gerne kontaktieren
    l/g
    A-U-2014
  9. Markus_H

    Markus_H New Member

    Hallo A-U-2014,
    vielen Dank für deine Antwort.
    Dass mich meine Mutter nicht versteht habe ich heute bemerkt...
    Ich weiß nicht ob ein Haustier das richtige wäre, da ich teilweise selbst auf klar komme...
    Vielen Dank mit de Tipp mit dem Therapeut (bin schon seit einiger zeit in Warteschlange).
    Lg
    Markus
  10. A-U-2014

    A-U-2014 New Member

    lieber markus,
    es tut mir sehr leid, daß dich deine mutter nicht versteht – da darfst du ihr nicht böse sein – es ist wirklich sehr schwierig mit menschen umzugehen, die unter depressionen leiden, das sagen mir auch meine erfahrungwerte mit meiner schwester
    du darfst nicht vergesssen, man fühlt sich ja genauso hilflos in dieser situation – man möchte gerne diesem menschen helfen, also dir und kann es nicht, weil einem das verständnis fehlt
    deswegen wäre es ganz wichtig für dich, so schnell wie möglich einen therapeuten zu finden, welcher dir zuhört, damit du wieder in kleinen schritten dein selbstwertgefühl wiedererlangst – es ist zwar schwerarbeit für dich, aber du mußt dir ganz fest vornehmen, du willst und kannst deine depression bekämpfen
    ich wünsche dir viel kraft
    l/g
    A-U-2014
  11. Elisabeth1974

    Elisabeth1974 New Member

    Ich würde in Wien jedem das PSD empfehlen .